Businessplan für die Personaldienstleistung

Der Businessplan für Zeitarbeitsfirmen und Personaldienstleistungen

Rüdiger Bleckmann Dienstleistungen 2 Kommentare

Die eigene Selbstständigkeit in der Personaldienstleistung zu planen, bedarf einiger elementarer Schritte, die gerne mal in der Priorität nach hinten rücken. Wer allerdings ohne einen Businessplan Zeitarbeit oder andere Personaldienstleistungen anbieten möchte, wird nicht weit kommen.

Schließlich ist ein detaillierter Businessplan neben der Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung die Basis für die Gründung und den nachhaltigen Erfolg in der Personaldienstleistung. Dieser Beitrag beantwortet die wichtigsten Fragen zum Businessplan und enthält wertvolle Tipps, mit denen sich als Existenzgründer Zeit und Nerven sparen lassen.

Warum benötige ich einen „Businessplan Zeitarbeit“?

Kurz gesagt halten Gründer in einem Businessplan – oder auch Geschäftsplan genannt – ihre Geschäftsidee unter Berücksichtigung von Chancen und Risiken fest. Ziel des Businessplans ist es, die vorhandenen Möglichkeiten zu reflektieren und die Tragfähigkeit des Geschäftsvorhabens in all seinen Facetten zu bewerten.

Den Businessplan erstellen Gründer in erster Linie für sich selbst. Er zeigt die Tragfähigkeit der Planung unter Berücksichtigung des bereitzustellenden Kapitals auf. Der Businessplan enthält die Beschreibung des Geschäftsvorhabens mitsamt den Zielen und benötigten Mitteln. Die Gegenüberstellung von verfügbarem Kapital zum Kapitalbedarf dient letztlich als Entscheidungsgrundlage dafür, ob Fremdkapitalgeber in die Businessplanung miteinbezogen werden müssen. Kommen Gründer zu diesem Entschluss, muss der Businessplan einer intensiven Überprüfung von Banken oder Investoren standhalten.

Neben dem Businessplan ist bei der Gründung einer Zeitarbeitsfirma die Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung unerlässlich. Erfahren Sie hier, wie Sie diese ohne Probleme erhalten.

Aufbau: Businessplan für Personaldienstleister

Der Business Plan eines Personaldienstleisters oder einer Zeitarbeitsfirma bildet die Grundlage für die Strategie- und Planungskonzepte. Zudem geht es darum, potentielle Geldgeber von der Gründung des eigenen Unternehmens zu überzeugen. Wie in allen anderen Branchen besteht auch der Businessplan für eine Zeitarbeitsfirma oder Personalvermittlung aus zwei wesentlichen Teilen. Zum einen enthält der Businessplan eine detaillierte Beschreibung der Geschäftsidee. Zum anderen stellen Gründer einen Finanzplan auf, mit dem sie die Zielerreichung ihres Unternehmens mit belegbaren Zahlen untermauern.

Businessplan Aufbau Teil 1: Geschäftsidee

Zunächst enthält eine Businessplan die Erläuterung der Geschäftsidee. Im speziellen Fall der Personaldienstleistung beinhaltet der Textteil zum Beispiel Informationen zum Gründerprofil sowie eine detaillierte Beschreibung der geplanten Dienstleistungen. Hierzu gehören sowohl Aussagen zur Zielgruppe, als auch zum Marktumfeld, dem Wettbewerb, interne und externe Mitarbeiter, der Software- und IT-Struktur sowie Marketing- und Vertriebsstrategien. Im Detail ist es sinnvoll, bei der Beschreibung der Geschäftsidee auf folgende Aspekte einzugehen:

Zusammenfassung der Geschäftsidee:
Mit der Zusammenfassung der Geschäftsidee leiten Gründer ihren Businessplan ein. Unabhängig davon, dass dieser Teil den Business Plan einläutet und ein Gründer die eigene Vision stets im Kopf hat, ist es ratsam, erst die unten stehenden Aspekte detailliert zu beleuchten und die Zusammenfassung als finalen Check zuletzt zu erstellen.

Beschreibung der Dienstleistungen:
Hier beschreiben Sie als Existenzgründer, welche Personaldienstleistungen Sie an welchem Standort und zu welchen Konditionen für welche Kunden anbieten werden. Möchten Sie eine reine Zeitarbeitsfirma gründen oder auch Personalvermittlungen oder darüber hinaus gehende Personaldienstleistungen für Unternehmen anbieten? Denke Sie neben der Leiharbeit auch über verwandte Aufgabenbereiche wie Personalberatung und Projektmanagement im Bereich Personal nach. Stellen Sie in den Ausführungen ebenfalls die operative Arbeit als Personaldienstleister heraus: Wie sieht Personalplanung mit internen und externen Mitarbeitern aus und wie gestalten Sie die Buchhaltung? Welche IT und Software kommen zum Einsatz? Müssen Versicherungen abgeschlossen werden? Ist der Standort geklärt und sind bereits Büroräumlichkeiten in Aussicht? Wer kümmert sich um rechtliche Aspekte und den Datenschutz? All diese Fragen gilt es, im Businessplan zu beantworten.

Gründungsmotivation:
Neben der persönlichen Gründungsmotivation, eine Zeitarbeitsfirma zu gründen oder sich als Personaldienstleister selbstständig zu machen, enthält der Businessplan auch Ausführungen, wieso durch Ihre Existenzgründung ein gesellschaftlicher Mehrwert entsteht. Berücksichtigen Sie dabei die volkswirtschaftliche Perspektive sowie die Perspektive von Bewerbern und Mitarbeitern sowie Unternehmen als potenzielle Kunden.

Marktanalyse:
Die Marktanalyse ergibt sich aus einer ausführlichen Auseinandersetzung mit der eigenen Zielgruppe im Bereich der Bewerber und Unternehmen am jeweiligen Standort. Ebenso ist es hilfreich, bereits bestehende Firmenkontakte und Kunden aufzuführen und auf Wettbewerber am Markt sowie andere Firmen innerhalb der eigenen Branche einzugehen.

Werbung und Akquisition (Marketing und Vertrieb):
Dieser Teil des Business Plans erläutert, wie Sie Personal rekrutieren und als Zeitarbeitsfirma Bewerber von der Arbeitnehmerüberlassung überzeugen wollen. Machen Sie zudem deutlich, wie Sie Kunden akquirieren und Aufträge generieren möchten. Berücksichtigen Sie auch die Online Kanäle bei der Existenzgründung: Gerade zu Beginn einer Selbstständigkeit ist es notwendig, sich bei potenziellen Mitarbeitern und Kunden im Netz bekannt zu machen.

Ihr Gründerprofil als Personaldienstleister:
Ein Lebenslauf rundet den Businessplan ab. Stellen Sie Ihre Fähigkeiten und Qualifikationen in den Vordergrund, die Sie bisher als Arbeitnehmer erworben haben und die Sie als kompetenten Gründer herausstellen.

Wichtig: Wer eine Zeitarbeitsfirma gründen und sich selbstständig machen möchte, muss alle Aspekte eines Unternehmens von Beginn an bewerten und entsprechend damit planen. Außerdem hat die Komplexität und Vernetzung verschiedener Geschäftsprozesse in den letzten Jahren enorm zugenommen. Das bedeutet: In sämtlichen Funktionsbereichen muss die Art und Güte der benötigten IT-Infrastruktur und der darauf aufzusetzenden Tools und Verarbeitungsprozesse berücksichtigt werden. Eine ganzheitliche Online-Marketing-Strategie ist genauso miteinzubeziehen wie z.B. der Datenschutz.

Businessplan Aufbau Teil 2: Finanzplan

Im zweiten Teil des Businessplans folgt die Untermauerung der Zielerreichung durch das Aufstellen einer strukturierten Finanzplanung für das zu gründende Unternehmen. Die Finanzplanung beinhaltet Plan-Zahlen unter Berücksichtigung einer abgestimmten Rentabilitäts- und Liquiditätsrechnung und wird in der Regel für drei Jahre aufgestellt.

Der Finanzplanungsteil mit der Periodenplanung ist stark von den jeweiligen Unternehmerpersönlichkeiten und deren Vorerfahrung abhängig: In welcher Branche und mit welchen Zielgruppen hat das neu zu gründende Unternehmen bereits Erfahrung? Lag der Fokus auf der Arbeitnehmerüberlassung oder der Personalvermittlung? In welchem Bereich der Personaldienstleistung soll das Unternehmen zukünftig tätig sein?

Ebenso gilt es, die Art und Qualifikationsbereiche des zu vermittelnden Personals festzulegen. Auf dieser Grundlage sind die am Markt zu erzielenden Konditionen auf Bewerber- und Kundenseite abzuleiten.

Das Ableiten realistischer Zahlen aus dem eigenen Geschäftsmodell hilft dabei, die eigenen Geschäftsbereiche zu konkretisieren. Berücksichtigung finden hier zum Beispiel Deckungsbeiträge aus Personalvermittlungen, Arbeitnehmerüberlassung und Beratungsleistungen. Dabei ist es ratsam, ergänzende Branchen- und Statistikkennzahlen für die eigene Planung heranzuziehen, um anfallende Kosten besser beurteilen zu können. Die Gegenüberstellung dieser Kennzahlen mit den Anlauf- sowie den laufenden Kosten ergibt die Rentabilitäts- und Liquiditätsvorschau.

Tipp: Legen Sie im Finanzplan angemessene und realistische Ziele fest und kalkulieren Sie für die Gründung auch Reserven ein.

Businessplan Zeitarbeit: Tipps vom Experten

Bei der Erstellung eines Businessplans für eine Zeitarbeitsfirma können Erfahrungswerte anderer Firmen und Gründer hilfreich sein. Allerdings fallen diese auch sehr unterschiedlich aus. Klären Sie daher unter Berücksichtigung Ihrer eigenen Stärken als Unternehmer, welche Schwerpunkte Sie in Ihrer Tätigkeit setzen und welche Erfolge Sie erzielen wollen. Folgende Fragen helfen als Gedankenstütze:

  • In welchem Kernbereich liegt Ihre Expertise?
  • Welche Qualifikationsbereiche des zu vermittelnden Personals legen Sie für Ihre GmbH fest?
  • Welche Konditionen wollen Sie am Markt auf Kunden- und Bewerberseite erzielen?

Klären Sie diese Fragen und führe Sie die Antworten im Businessplan Ihres Unternehmens auf.

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Wie erstelle ich einen Businessplan für die Zeitarbeit?

Wenn Sie eine Zeitarbeitsfirma gründen möchten, führt in der Regel kein Weg daran vorbei, sich über die einzelnen Punkte eines Businessplans ausführlich Gedanken zu machen. Diese Punkte müssen Sie vor der Gründung in schriftlicher Form festhalten. Neben dem Textteil mit einer detaillierten Beschreibung der Geschäftsidee muss auch die Finanzplanung einmal sauber durchgerechnet werden. Dafür bieten externe Dienstleister ihre Expertise an.

Wer sich innerhalb der Gruppe von BS PartnerServices selbständig machen möchte, profitiert von den Businessplan Vorlagen, die als Muster speziell auf die Personaldienstleistung abgestimmt sind. Die Beschreibung des Vorhabens sowie die Finanzplanung mit inkludierter Kapitalbedarfsrechnung werden individuell auf die jeweiligen Gründerpersönlichkeiten abgestimmt und gemeinsam mit den Experten von BS PartnerServices erarbeitet. Um erfolgreich Fremdkapital für die Gründung einzuwerben, gewährleistet der speziell mit BS PartnerServices erarbeitete Businessplan eine größtmögliche Passgenauigkeit.

In einer BS Partnerschaft dient der Businessplan zudem als Controlling-Tool für die monatliche Soll-Ist-Kontrolle des laufenden Geschäfts, der Ableitung relevanter Maßnahmen sowie der Fortschreibung aktualisierter Prognosewerte der jeweiligen GmbH. Soweit gewünscht reflektiert BS PartnerServices diese Werte mit den BS-Partnern und steht in der weiteren Entwicklung als Sparringspartner zur Verfügung.

Fazit: Der Businessplan für Zeitarbeitsfirmen und Personalvermittlungen

Die Erstellung eines Businessplans für eine Dienstleistung im Bereich ist definitiv komplexer als bei einem einfachen Konsumprodukt. Insbesondere bei der Personaldienstleistung im klassischen Sinne mit Arbeitnehmerüberlassung sind die Vergütungen die Einnahmequelle.

Dem gegenüber steht die Personalvermittlung, bei der die Provisionen die Umsätze generieren. Das alles im Detail zu analysieren, zu kalkulieren und in Schriftform festzuhalten, kann mühsam sein.

Wir von BS PartnerServices unterstützen Sie dabei, sodass Sie schon nach kurzer Zeit mit einem gut durchstrukturierten Businessplan Zeitarbeit in der Arbeitnehmerüberlassung und andere Personaldienstleistungen anbieten können.

Sie benötigen Hilfe bei der Erstellung Ihres Businessplans in der Personaldienstleistung?  Schreiben Sie uns eine Nachricht und sichern Sie sich kompetente Untersützung durch BleckmannSchulze PartnerServices.

Ich möchte regelmäßig via Mail Infos über die Selbstständigkeit in der Personaldienstleistung mit BS PartnerServices erhalten.

Beitragsbild: © z_wei – istock.com

Der Beitrag wurde erstmals im Januar 2019 veröffentlicht und am 07.09.2020 aktualisiert und überarbeitet.

 
Geschäftsführer

Digitalisierung, IT, Finanzen, Infrastruktur im HR – Meine Themen bei BS. Deren Entwicklung beobachte ich mit Spannung und begleite dazu unsere Partner im Rahmen ihrer Selbstständigkeit. Daneben hält mich meine Familie auf Trab (natürlich im positiven Sinne) und bei Fitness / Wellness lasse ich die Arbeit auch mal Arbeit sein.

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